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Die Reihe
Römische Inquisition und
Indexkongregation. Grundlagenforschung
Hubert Wolf (Hg.):

Grundlagenforschung
1814–1917
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Einleitung
Einleitungsband in vier Sprachen (Deutsch, Englisch,
Italienisch, Spanisch). – Paderborn 2005 |

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I.
Römische Bücherverbote.
Edition der Bandi von Inquisition und Indexkongregation
Auf der Basis von Vorarbeiten
von Herman H. Schwedt bearb. von Judith Schepers und Dominik
Burkard. – Paderborn 2005 |

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II:
Systematisches Repertorium zur Buchzensur.
Indexkongregation / Inquisition
Bearb. von Sabine Schratz, Jan Dirk Busemann und Andreas
Pietsch. – 2 Bde. – Paderborn 2005 |

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III:
Prosopographie von Römischer Inquisition und Indexkongregation
Herman H. Schwedt unter Mitarbeit von Tobias Lagatz.
– 2 Bde. –
Paderborn 2005 |

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Register
Bearb. von Dominik Höink und Christian Wiesneth. – Paderborn
2007 |

Grundlagenforschung 1701-1813
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I.
Römische Bücherverbote.
Edition der Bandi von Inquisition und Indexkongregation
Auf der Basis von
Vorarbeiten
von Herman H. Schwedt bearb. von Ursula Paintner und Christian
Wiesneth. - Paderborn 2009 |

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II:
Systematisches Repertorium zur Buchzensur.
Indexkongregation / Inquisition
Bearb. von Andreea B. Badea, Jan Dirk Busemann, Volker Dinkels,
Bruno Boute, Cecilia Cristellon. - 2 Bde. - Paderborn 2009 |

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III:
Prosopographie von Römischer Inquisition und Indexkongregation
Herman H. Schwedt unter Mitarbeit von Jyri Hasecker, Dominik
Höink und Judith Schepers
– 2 Bde. –
Paderborn 2010 |

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Register
Bearb. von Bruno Boute, Jyri Hasecker und Judith Schepers. -
Paderborn 2011 |

Die Reihe
Römische Inquisition und
Indexkongregation (Studien)

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Band 15
Sabine Schratz
Das Gift des alten Europa und die Arbeiter
der neuen Welt Zum amerikanischen Hintergrund der Enzyklika
Rerum novarum (1891). – Paderborn 2010
Die erste historische Analyse des
amerikanischen Einflusses auf die Auseinandersetzung des
Papsttums mit der sozialen Frage im 19. Jahrhundert anhand der
neu zugänglichen Inquisitionsquellen. Mit der berühmten
Enzyklika Rerum novarum Leos XIII. legte das Papsttum im Jahr
1891 eine originäre Antwort auf die sozialpolitischen Fragen im
Zuge der Industrialisierung vor und prägte damit die katholische
Soziallehre bis heute. Die Autorin analysiert mit den Fällen
Knights of Labor, Henry George, Edward McGlynn und Richard
Burtsell erstmals die Prozesse, die die kuriale Diskussion um
Sozialismus und Arbeitervereinigungen in den 1880er Jahren
maßgeblich bestimmten. |
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Band 14
Bernward Schmidt
Virtuelle Büchersäle Lektüre und Zensur
gelehrter Zeitschriften an der römischen Kurie 1665–1765. – Paderborn 2009
Oftmals waren römische Gelehrte
Liebhaber von Büchern und gleichzeitig deren Zensoren. Was
merkwürdig klingt, war im 17. und 18. Jahrhundert doch Realität.
Als eine der ersten in der Indexforschung nimmt die vorliegende
Studie nicht einen Einzelfall, sondern einen längeren Zeitraum
in den Blick: Anhand der Gattung „gelehrte Zeitschrift“
beschreibt sie das Spannungsfeld von Gelehrtenrepublik und Index
und gelangt so zu neuen Erkenntnissen über die Praktiken von
Gelehrsamkeit und Zensur in der Frühen Neuzeit. |
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Band 13
Hubert Wolf, Bernward Schmidt
(Hg.)
Benedikt XIV. und
die Reform des Buchzensurverfahrens Zu Geschichte und Rezeption
von „Sollicita ac provida“.
– Paderborn 2010
Im Zeitalter der
Aufklärung sorgte der römische Index verbreitet für Empörung;
die Verbotsverfahren galten als schwer durchschaubar und
ungerecht. 1753 wollte Papst Benedikt XIV. das ändern. Mit der
Konstitution „Sollicita ac provida“ verschriftlichte er die
Regeln der Zensur. Hubert Wolf und Bernward Schmidt edieren und
erläutern in diesem Band die Konstitution selbst sowie wichtige
Dokumente zu ihrer Entstehung und ihrer Wirkung. „Sollicita ac
provida“ hat bis zum Ende des „Index der verbotenen Bücher“ die
Arbeit von Römischer Inquisition und Indexkongregation
entscheidend beeinflusst. Aber brachte die Konstitution wirklich
Neues oder schrieb sie nur Altbewährtes fest? Verschaffte Papst
Benedikt XIV., selbst ein angesehener Historiker und Kanonist,
den katholischen Gelehrten neue Freiräume? Stellte er die Zensur
vielleicht sogar grundsätzlich infrage? Diese Fragen können
eingehend diskutiert werden, nachdem vor gut zehn Jahren die
Archive der Glaubenskongregation geöffnet worden sind. Hubert
Wolf und seine Mitarbeiter erarbeiten derzeit im Rahmen eines
Langzeitprojektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft die
Grundlagen zur Erforschung einzelner Zensurfälle. |
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Band 12
Hubert Wolf /
Judith
Schepers (Hg.)
»In wilder zügelloser Jagd nach Neuem«.
100 Jahre Modernismus und Antimodernismus in der katholischen
Kirche. – Paderborn 2009
Der Sammelband stellt neueste Forschungen zur »Modernismuskrise«
zusammen, die vor einem Jahrhundert im Pontifikat Pius' X.
(1903–1914) ihren Höhepunkt erlebte. In einem Rundumschlag hatte
dieser Papst alles Moderne verurteilt, wobei allen voran die
Glaubenswächter von Inquisition und Indexkongregation seinen
Kurs zu vertreten hatten. Dies spiegelt sich in den zahlreichen
Verboten »modernistischer« Bücher. Erst 1967 wurde ein Wandel
für alle sichtbar: Der »Antimodernisteneid«, mit dem seit 1910
Kleriker den Irrtümern der Zeit abschwören und dem kirchlichen
Lehramt unerschütterliche Unterordnung geloben mussten, wurde
von Paul VI. abgeschafft. Die Grundlinien des Konflikts bleiben
jedoch bis heute aktuell.
Nach einer Analyse der Gründe für den katholischen
Antimodernismus werden Quellenlage und ausgewählte Fälle
vorgestellt. Für weitere Forschungen wird das Inventar im
Anhang, das sämtliche deutsche Buchzensurfälle von 1893 bis 1922
auflistet, von besonderer Bedeutung sein. Es entstand im Rahmen
des von der DFG geförderten Teilprojekts zum Modernismusstreit
(s. Projektbeschreibung). |

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Band 11
Hubert Wolf (Hg.)
Verbotene Bücher.
Zur Geschichte des Index im 18. und 19. Jahrhundert. – Paderborn
2008
Der Band geht auf das Münsteraner Symposium vom Dezember 2005
anlässlich der Veröffentlichung der Bände zur
»Grundlagenforschung 1814–1917« zurück. Neben der Dokumentation
des Festakts enthält der Band die Präsentationen des
Forscherteams zu den einzelnen Projektsäulen, die als Ergänzung
zum Einleitungsband der »Grundlagenforschung« gelesen werden
können. In einem dritten Teil finden sich die Beiträge der
internationalen Zensurexperten zu Quellen und Themen der
römischen Buchzensur.
Zu den Autoren des Bandes zählen u.a. Jean-Baptiste Amadieu
(Paris), Ugo Baldini (Padua), Francesco Beretta (Lyon), Philippe
Boutry (Paris), Mariano Delgado (Freiburg, Schweiz) und
Christoph Weber (Düsseldorf). |
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Band 10
Claus Arnold
Die Römische Zensur der Werke Cajetans
und Contarinis (1558–1601).
Grenzen der theologischen Konfessionalisierung.
– Paderborn 2008
Die Römische Zensur als Mittel der Gegenreformation und
Katholischen Reform machte auch vor Kardinälen nicht halt: Die
Werke der prominenten Theologen Thomas de Vio Cajetan († 1534)
und Gasparo Contarini († 1542) sollten noch nach ihrem Tode »expurgiert«
(gereinigt) und den Maßstäben des Konzils von Trient bzw. den
nachtridentinischen römischen Standards angepasst werden, ohne
dass dabei die Autorität der beiden Kardinäle allzu sehr
beschädigt würde.
Die Anläufe dazu in den Jahren 1558
bis 1601 lassen deutlich die Grenzen dieses Versuches der
theologischen Vereinheitlichung im Sinne der
Konfessionalisierung erkennen. Die kritische Exegese Cajetans
und seine vereinzelte Kritik an Thomas von Aquin, der
»Evangelismus« Contarinis sowie die biblisch-patristische
Reformtheologie des designierten Kardinals Johannes Gropper
(†1559) ließen sich nur zum Teil durch Expurgation »bewältigen«.
Die erstmalige Rekonstruktion ihrer »Fälle« auf der Grundlage
der römischen Akten ergibt zugleich tiefere Einblicke in die
allgemeine Institutionengeschichte von Index und Inquisition,
speziell hinsichtlich der Rolle der Orden (insbesondere der
Dominikaner) und auch prägender Einzelpersönlichkeiten (u.a.
Robert Bellarmin). |

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Band 9
Antje Bräcker
Der politische Katholizismus im Baskenland
und der Vatikan. Der Indexfall »Zabala« und sein
kirchenhistorischer Kontext. – Paderborn 2008
Anfang 2006 verkündete die ETA einen Waffenstillstand.
Grundlegende, bereits aus der Entstehungszeit des baskischen
Nationalismus überlieferte ideologische Streitigkeiten sind
damit allerdings nicht gelöst. Das Ringen des frühen baskischen
Nationalismus um eine religiöse und politische Identität, obwohl
essentiell für das Verständnis auch des heutigen Konflikts, hat
in den Geschichtswissenschaften kaum Beachtung gefunden. Als
Ideologe der baskisch-nationalistischen Bewegung schuf Angel
Zabala eine religiös-politische Weltanschauung, die die neue
Bewegung vor internen Streitigkeiten zu bewahren und von
bestehenden politischen Optionen in Spanien abzugrenzen
versuchte, was ihm ein Verfahren vor der römischen
Indexkongregation eintrug. Quellen aus verschiedenen
vatikanischen Archiven geben Einblick in die Wechselwirkungen
zwischen dem religiös-politischen Tagesgeschehen zur Zeit
Zabalas und der Ausbildung seiner Ideologie wie in die Netzwerke
des politischen Katholizismus in Spanien zu Beginn des 20.
Jahrhunderts. |

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Band 8
Norbert Köster
Der Fall Hirscher.
Ein »Spätaufklärer« im Konflikt mit Rom? – Paderborn 2007
Der Pastoral- und Moraltheologe Johann Baptist Hirscher (1788–1865)
gehörte zu den bekanntesten und umstrittensten Theologen seiner
Zeit. Seine »Kirchlichkeit« wurde immer wieder in Frage gestellt
– auch in den Römischen Behörden, die
sich in acht Verfahren mit dem in Tübingen und Freiburg
lehrenden Theologen beschäftigten und zwei seiner Schriften
indizierten. Die Untersuchung stellt die Römischen Verfahren in
chronologischer Reihenfolge dar, wobei sie jeweils zunächst auf
die untersuchten Schriften und ihre Entstehung eingeht. Die
leitende Fragestellung ist dabei: Wie ist Hirscher in der Zeit
des Übergangs von der Aufklärung zur Romantik zu verorten?
Während seine Abhandlungen zur Liturgie eine Nähe zur
Spätaufklärung vermuten lassen, sind seine katechetischen und
moraltheologischen Werke deutlich von dem Bestreben
gekennzeichnet, den Rationalismus der Aufklärung zu überwinden.
Der Hirscher-Forschung ist es bislang nicht gelungen, diese
Diskrepanz zu erklären. Neben den römischen Gutachten und der
sie begleitenden Korrespondenz werden die zeitgenössischen
Rezensionen der in Rom untersuchten Werke ausgewertet. Auf diese
Weise zeigt sich, dass Hirscher zu seiner Zeit nicht als
»Aufklärer« gesehen wurde, seine Liturgie-Theologie als genuine
Umsetzung seiner Reich-Gottes-Theologie erklärt werden kann und
dass die entschiedenen Gegner Hirschers weniger der
ultramontanen Theologie, sondern vielmehr dem politischen
Laien-Katholizismus Badens zuzuordnen sind. |

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Band 7
Tobias Lagatz /
Sabine Schratz (Hg.)
Censor censorum.
Gesammelte Aufsätze von Hermann H. Schwedt.
Festschrift zum 70. Geburtstag. – Paderborn 2006
Herman H. Schwedt ist einer der international renommiertesten
Experten für die vatikanischen Institutionen und Archive,
besonders für das Archiv der Römischen Inquisition und
Indexkongregation. Seine umfassenden Forschungen, die lange vor
der allgemeinen Öffnung des Archivs (1998) begonnen wurden,
eröffnen grundlegende Zugänge für die Erforschung dieser von
außen oft undurchsichtigen römischen Behörden. Die Ergebnisse
des Jubilars, die sich in zahlreichen, weit verstreuten
Aufsätzen niederschlagen, werden in der vorliegenden Festschrift
gebündelt zugänglich gemacht. Sie informieren zum einen über den
Aufbau, die Arbeitsweise und Funktionen der genannten römischen
Kongregationen. Darüber hinaus liefern sie anhand der
Darstellung einzelner Fälle einen tieferen Einblick in die
konfliktreiche Auseinandersetzung der katholischen Kirche mit
den Zeitströmungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. |

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Band 6
Kim Siebenhüner
Bigamie und Inquisition in Italien
1600–1750. – Paderborn 2006
Warum wurden Männer und Frauen im frühneuzeitlichen Italien zu
Bigamisten, und warum wurden sie als Ketzereiverdächtige von der
Inquisition verfolgt? Wer eine bigame Ehe einging, weckte bei
Inquisitoren den Verdacht, einem Glaubensirrtum anzuhängen. Doch
Bigamisten schlossen die zweite Ehe in der Regel nicht, weil sie
das Sakrament der Ehe anzweifelten, sondern aufgrund
vielfältiger sozialer, emotionaler und materieller Umstände. Als
eine der ersten Historikerinnen hat die Autorin nach der Öffnung
des römischen Inquisitionsarchivs die umfangreichen dort
überlieferten Bigamieakten ausgewertet. Anhand dieser Quellen
präsentiert sie hier neue Erkenntnisse zur Rechtspraxis des
Sant' Ufficio, zur Geschichte der Ehe, der Migration und der
Identität. Zahlreiche Fallstudien werfen neues Licht auf die
Arbeit des Glaubenstribunals im 17. und 18. Jahrhundert und auf
die vergangenen Lebenswelten einer Gesellschaft, in der Bigamie
ein Weg war, mit familiären Krisen, biographischen Brüchen,
Mobilität und aufeinanderfolgenden Beziehungen umzugehen. |

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Band 5
Dominik
Burkard
Häresie und Mythus des 20. Jahrhunderts.
Rosenbergs nationalsozialistische Weltanschauung vor dem
Tribunal der Römischen Inquisition. – Paderborn 2005
Hitler nannte Alfred Rosenberg den »Kirchenvater des
Nationalsozialismus«. Sein Hauptwerk, »Mythus des 20.
Jahrhunderts«, war im Dritten Reich Pflichtlektüre bei jeder
politischen Unterweisung. Schon 1934 hat die römische Kurie die
wichtigste nationalsozialistische Programmschrift auf den »Index
der verbotenen Bücher« setzen lassen. Kürzlich zugänglich
gewordene Quellen lassen die Umstände der Indizierung in neuem
Licht erscheinen und geben Antwort auf bislang ungelöste Fragen
zum Verhältnis von Vatikan und Nationalsozialismus. Wenn sich
die Kirche zur Zeit des Dritten Reiches tatsächlich nur in
Schweigen hüllte, wie ist dann diese frühe Indizierung zu
erklären? Der Vatikan hat sich bewusst nicht gescheut, durch den
symbolischen Akt der Indizierung Stellung gegenüber der
nationalsozialistischen Idee zu beziehen. Sie blieb nicht ohne
Folgen: Die Partei setzte ihre ganze Propagandamaschinerie zur
Diffamierung der Kirche in Gang. Die deutschen Katholiken sahen
sich in einen Gewissenskonflikt gestürzt.
Das Buch untersucht, wer an der Römischen Kurie die Indizierung
des »Mythus« betrieb, aus welchen Gründen sie durchgesetzt wurde
und – schließlich –, wie Eugenio Pacelli, Nuntius in Deutschland
und später als Pius XII. Papst, sich dazu stellte. |

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Band 4
Elke Pahud
De Mortanges
Philosophie und kirchliche Autorität.
Der Fall des Münchner Philosophieprofessors Jakob Frohschammer
vor der Römischen Indexkongregation (1855–1864). – Paderborn
2005
Zwanzig Jahre lang lag Jakob Frohschammer (1821–1893),
katholischer Priester und Philosophieprofessor in München, mit
der Römischen Indexkongregation im Konflikt. Fünf Verfahren
wurden während dieser Zeit gegen seine Schriften angestrengt. Am
Ende stand das Werk Frohschammers auf dem »Index der verbotenen
Bücher«. Vorliegende Studie tritt an, erstmals den »Fall
Frohschammer« anhand der Prozessakten (Gutachten, Expertisen,
Sitzungsprotokolle, Briefwechsel) aus dem 1998 geöffneten Archiv
der römischen Indexkongregation historisch zu rekonstruieren und
dogmatisch zu analysieren. Sie konzentriert sich auf den
Zeitraum zwischen 1855 und 1864, in den die beiden ersten und
zugleich bedeutendsten Verfahren fallen. In diesen spielte der
Jesuit Joseph Kleutgen eine ebenso prominente wie maßgebliche
Rolle als Gutachter, weshalb dieses Buch auch als Beitrag zur
Kleutgen-Forschung gelesen werden muss. |

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Band 3
Hubert
Wolf, Dominik Burkard, Ulrich Muhlack
Rankes »Päpste« auf dem Index.
Dogma und Historie im Widerstreit. – Paderborn 2002
Leopold von Rankes »Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr
Staat im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert« ist das
berühmteste Werk des preußischen Historikers. Zwischen 1834 und
1836 erstmals veröffentlicht, erreichte es in zahllosen Auflagen
und Übersetzungen in verschiedene Sprachen ein breites Publikum
und wurde zum Standardwerk. Doch nicht von allen erhielt es
ungeteilte Zustimmung. Gregor XVI. ließ die Papstgeschichte des
Protestanten auf den »Index der verbotenen Bücher« setzen;
fortan durfte sie von Katholiken nicht mehr gelesen werden.
Hubert Wolf und Dominik Burkard rekonstruieren den Hergang und
die Hintergründe der Indizierung Rankes. Sie zeigen, wie das
Werk 1839 zunächst dem ausdrücklichen päpstlichen Verbot
entging, weil sich »liberale« Kräfte innerhalb der römischen
Indexkongregation für Ranke einsetzten, um drei Jahre später
schließlich doch noch auf dem Index zu landen. Die streng
historische Betrachtung des Papsttums war mit dem durch den
Heiligen Stuhl selbst propagierten »entzeitlichten« Bild von
Kirche nicht vereinbar. In einem eigenen Beitrag geht Ulrich
Muhlack der wissenschaftsgeschichtlichen Bedeutung des Falls
nach. Zwar stand die Indizierung der »Päpste« zunächst für die
katholische Abkehr von der »deutschen geschichtlichen
Wissenschaft«, doch wird zugleich deutlich, daß die Gegner
Rankes an der Symbolfigur moderner Geschichtswissenschaft und
den Idealen, für die sie stand, nicht achtlos vorüber gehen
konnten.
Eine Edition der bisher unveröffentlichten römischen
Geheimgutachten über Rankes »Päpste« schließt den
Band ab. |

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Band 2
Hubert Wolf
Johann Michael Sailer.
Das postume Inquisitionsverfahren. – Paderborn 2002
Im
Jahr 1832 stirbt in Regensburg ein über die Grenzen seines
Bistums hinaus fast wie ein Heiliger verehrter Bischof: Johann
Michael Sailer. Der Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften,
deren verinnerlichte Religiosität Katholiken wie Protestanten
gleichermaßen berührte, gilt als Vorbild eines aufrechten
Katholiken in der düsteren Zeit von Revolutionswirren und
Säkularisation. Vierzig Jahre später (1873) werden die Werke
desselben Mannes bei der Römischen Inquisition angeklagt, weil
Sailer ein Häretiker gewesen sei, der die katholische Theologie
durch aufklärerische und protestantische Ideen »zersetzt« habe.
Wie aus dem vielgeliebten Bischof ein verachtenswerter Ketzer
werden sollte, und wie Vernunft und Mäßigung schließlich über
Intrigen und Fanatismus siegten, legt dieses Buch anhand der
einschlägigen Quellen aus dem Archiv der Kongregation für die
Glaubenslehre dar. |

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Band 1
Hubert Wolf (Hg.)
Inquisition, Index, Zensur.
Wissenskulturen der Neuzeit im Widerstreit. – Paderborn 2001 (2.
erw. Aufl. 2003)
Der Band dokumentiert das Frankfurter DFG-Symposium vom
Mai 2000, bei dem zum ersten Mal im deutschen Sprachraum ein
repräsentativer Ausschnitt aus den internationalen Forschungen
im gerade erst der Wissenschaft allgemein zugänglich gemachten
Archiv der Kongregation für die Glaubenslehre geboten wurde.
Enthalten sind u.a. Beiträge zum Galilei-Prozess (Francesco
Beretta), zur Haltung der katholischen Kirche zu den
Naturwissenschaften allgemein (Ugo Baldini), zum Aufsehen
erregenden Carnesecchie-Prozess (Massimo Firpo) und zur mäßigen
Rolle der römischen Inquisition bei der Hexenverfolgung (Rainer
Decker). Hinzu kommen Grundsatzreferate zur Quellenlage
(Alejandro Cifres, John Tedeschi) und zur Prosopographie der
Mitarbeiter von Inquisition und Index (Hermann H. Schwedt). Dem
»interkulturellen Management« durch die Inquisition bei der
Fernhandelskontrolle in der Frühen Neuzeit geht Peter Schmidt
nach. Am Beispiel der Bücherzensur kann erstmals ein Bild der
internen Diskussion in der römischen Indexkongregation entworfen
werden (Maria Antonietta Passarelli, Claus Arnold). Schließlich
gerät auch die Rezeption der römischen Bücherverbote in
Deutschland in den Blick (Dominik Burkard). |

Außerhalb der Reihe sind erschienen:

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Hubert Wolf
Index.
Der Vatikan und die verbotenen Bücher. – München 2006
Das Buch bietet einen allgemein verständlichen Überblick über
Entstehung, Geschichte und Arbeitsweise der Indexkongregation
und beschreibt, wie Bücher in ihr Visier gerieten, wer die
Zensoren waren, die die »gefährlichen« Bücher lasen, und welche
Folgen eine Verurteilung hatte. Nicht zuletzt stellt es
prominente Verbotsverfahren des 19. Jahrhunderts vor, etwa gegen
den »Knigge«, »Onkel Toms Hütte«, Leopold von Rankes
Papstgeschichte und die Werke von Heinrich Heine und Karl May. |

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Hubert Wolf / Wolfgang Schopf / Dominik
Burkard /
Gisbert
Lepper
Die Macht der Zensur. Heinrich Heine auf
dem Index,
Düsseldorf 1998.
Heinrich Heine (1797–1856) stand bis
1967 mit einigen Texten auf dem Index verbotener Schriften der
katholischen Kirche. Dies fanden der Kirchenhistoriker Hubert
Wolf und der Germanist Wolfgang Schopf nach sorgfältigen
Recherchen heraus. Die seit 1836 gültige Index-Eintragung Heines
mit Schriften wie den "Reisebildern“ oder "Französische
Zustände“ ist erst mit dem Auslaufen des katholischen
Verzeichnisses beendet worden. Beim Studium der Akten stellt
sich eine enge Verbindung zwischen dem politischen Verbot Heines
durch Metternich und seiner Aufnahme auf den vatikanischen Index
heraus. Mit diesem Index sollte aus Angst vor einer Wiederholung
der Französischen Revolution von 1789 und „Pariser
Verhältnissen“ ein Träger des revolutionären Ungeistes mundtot
gemacht werden. |


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